Herbstreise der Königsspringer nach Bad Malente

23. November 2025

Die traditionelle Herbstreise führte dieses Jahr nach Bad Malente, mit dabei waren 18 Jugendliche im Alter zwischen 8 und 15 Jahren, und auch noch ein paar Eltern. [Anmerkung: Die Herbstreise 2024 ging nach Plön und war ebenfalls denkwürdig, auch wenn sie leider nicht in einem Bericht festgehalten wurde.]

Das Orga-Team um Kevin, Mark und Jannis hatte mal wieder ein gutes Händchen bei der Auswahl der Jugendherberge bewiesen, wunderschön am Kellersee gelegen. Auch dieses Jahr gab es wieder den bewährten Mix aus Schachtraining am Vormittag (mit Petzi, Kevin und Mark als Trainer war für jeden das Passende dabei) und Freizeit am Nachmittag – wobei es sich auch dann natürlich noch ums Schach drehte: ein „Mannschafts-Vielseitigkeitsturnier“ (bestehend aus Fußball, Tischtennis und Tridem) am Montag ließ die Geister erstmal warmlaufen. Hier konnte man gleich die ersten Punkte sammeln für die Endabrechnung am Donnerstag inklusive legendärer Preisverleihung …

Der Dienstag ist immer ein besonderer Tag: hier findet kein geistiges Training statt, sondern die geliebt/gehasste (?) Herbstreisen-Wanderung – die hat es in sich, denn unter fünf Stunden Marsch bei Wind und Wetter gibt sich das Orga-Team nicht zufrieden. Weil die Herbstreise in diesem Jahr aufgrund der späten Schulferien recht undankbar auf tristes Novemberwetter hinauslief, freuten wir uns besonders, dass wir anfangs noch von Sonnenstrahlen verwöhnt wurden. So ging es zunächst um den Kellersee und wer dachte, eine Seeumrundung müsste doch reichen, hatte sich getäuscht, denn es gab ja noch den kleinen benachbarten Ukleisee als Zugabe. In meinen Augen ein absoluter Bonustrack, so märchenhaft verträumt mit seinen unzähligen uralten Buchen hätte hier auch jederzeit eine Elfe um die Ecke springen können. Oder auch ein Werwolf…? Aber nee, um die drehte es sich ja gerne erst abends… 😊 Eine illustre Begegnung gibt es an dieser Stelle noch zu erwähnen: gerade als es nachmittags anfing zu regnen, alle hatten schon gut 15 km in den Beinen, trafen wir am „Jagdschlösschen“ auf dessen Verwalter, der seiner Gartenarbeit nachging. Gut gelaunt und auch etwas mitleidig bot er uns an, den Regen im Jagdschlösschen abzuwarten – dort oben angekommen, bekamen wir sogar noch ein exklusives kleines Gitarrekonzert von ihm geboten! Also wer an diesem idyllischen Ort vielleicht mal heiraten möchte (https://www.stiftungen-sparkasse-holstein.de/jagdschloesschen-ukleisee/), bekommt eventuell dasselbe Ständchen wie wir 😉

An den folgenden Tagen gab es weitere Punkte zu vergeben beim Schnellschachturnier, beim Märchenschach und beim Ansageschach. Aber der Höhepunkt der Reise war natürlich das „Mörderspiel“… Hier geht es darum, eine jeweils zugeloste Zielperson zu „ermorden“, indem man ihr in Abwesenheit von Zeugen einen Gegenstand überreicht. Mein Leben war dieses Jahr jedenfalls ziemlich schnell verwirkt, und ich konnte dem weiteren Treiben als „Geist“ ganz entspannt zuschauen … so wurde die Liste der Opfer immer länger, und es traf am Ende auch prominente Opfer (schade, Kevin!). Ein illustres Sammelsurium an „Tatwaffen“ und „Tatorten“ sorgten fürs Dauergesprächsthema und nur eine Handvoll Personen überlebten am Ende das „Gemetzel“…

Jede Menge Opfer und Intrigen gab es natürlich auch wieder beim beliebten „Werwolf“-Spiel, das auf vielfachen Wunsch meist den Abschluss des Tages bildete. Die Jüngsten zeigten, dass sie sich hier mindestens ebenso schnell verbessern wie beim Schach, und führten die erfahrenen Spieler in fast schon beängstigender Weise an der Nase herum.  

Der letzte Abend ist dann der Preisverleihung gewidmet – hier gibt es alles zu gewinnen, von dem man nicht wusste, dass man es braucht, und garantiert niemand kommt ohne Trophäe davon, versprochen …! So ging mal wieder eine gelungene Schachfreizeit zu Ende und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr, Königsspringer-Herbstreise!

(Ingke Braren)

 

Auftaktspaziergang am Ankunftstag
Beim Studienlösen rauchen die Köpfe
Tandemturnier
Vielseitigkeitswettkampf, Disziplin Tridem
Wanderung um den Kellersee
Auch beim Kicker wird alles gegeben

 

Kurz vor der großen Preisverleihung