KSH III (Bezirksliga A)

Runde 1, 13.5.2022

Auftakt nach Maß

Da ich in unserer letzten Runde, also der dritten (es ist ja alles kompliziert dieses Jahr), leider nicht dabei sein konnte, blickte ich freudig der ersten Runde gegen Langenhorn entgegen. Dem Heimkampf wohnten unter anderem mit Justus, Claus, Max, Baldur und Julian zahlreiche hochkarätige Zuschauer unserer ersten beiden Mannschaften bei, unter deren kritischen Blicken sich pünktlich um sieben Uhr an acht vollständig besetzten Brettern teils wilde Partien entsponnen. Dass wir vollständig sein würden, stand am Spieltag um 15 Uhr noch nicht fest, da es eine spontane verletzungsbedingte Absage gab. Zum Glück können wir, was Ersatzspieler angeht, unter anderem aus zwei Kreisligen und der Reserveliste schöpfen, sodass, obwohl wir krankheits- und urlaubsbedingt nur mit vier Stammspielern antraten, an DWZ-Schnitt nicht viel eingebüßt haben. Die Ersatzbank hat, wie schon in der letzten Runde, dann auch noch herausragend gepunktet, dazu aber später mehr. Neben den oben genannten waren noch viele weitere Zuschauer anwesend, sodass sich neben dem Kampf auch ein lauschiger Vereinsabend entwickelte.

Die ersten zwei Stunden des Kampfes verliefen, ohne dass sich an irgendeinem Brett größerer Vorteil abzeichnete. Dennoch gab es vereinzelt Tendenzen. Mein Gegner nahm sich im c3-Siz früh relativ viel Zeit, sodass ich die für mich teils überraschenden Eröffnungen an den übrigen Brettern bestaunen konnte. Währen Adrian sich in einer Französisch-Partie ebenfalls einen komfortablen Zeitpuffer erarbeiten konnte, sah es bei Florian, der sich gegen 1. d4 mit einem Aufbau, von dem ich keine Ahnung habe, wehrte, auf der Uhr andersherum aus. Finn schien angenehmes Spiel mit seinem geschlossenen Siz zu bekommen und Mark spielte einen dynamischen Paulsen mit beidseitigen Chancen. An Brett sechs versuchte Werner, der dankenswerterweise spontan eingesprungen war, mit einem lehrbuchmäßigen Colle-System seinen Gegner aus der Reserve zu locken. An Brett sieben hingegen war für uns schon einiges schief gelaufen. In Kevins Modern-Verteidigung war der Bauer auf f7 in einer taktischen Verwicklung früh verloren gegangen und wir konnten uns glücklich schätzen, dass sein Gegner mehr wollte und den Turm auf h8 daher stehen ließ. Am letzten Brett nahm sich Jan viel Zeit, um mit einer Art königsindischem Angriff an die schwarze Pforte zu klopfen. Bis auf die Stellung von Kevin war ich mit unserer Position zu diesem Zeitpunkt schon recht zufrieden.

In der nächsten Stunde kam dann richtig Bewegung in den Kampf. Zunächst konnte Finn den schwarzen Läufer in der Brettmitte mit seinen Bauern fangen und wenig später die Partie gewinnen. Werners Gegner rochierte aus Sorge um seinen König lang, was jedoch zu noch mehr Gefahr und einem durchschlagenden weißen Angriff auf der a-Linie führte. Nachdem Kevin durch einen Turmspieß die gegnerische Dame gewinnen konnte, war selbst diese trostlose Stellung zu unseren Gunsten gekippt. Aufgrund dieser Entwicklungen entschloss ich mich, in meiner Angriffspartie, die beiderseits eher durch halbgare Ideen statt durch bestechende Präzision gekennzeichnet war, das Dauerschach zu forcieren. Mit einem Zwischenstand von 3,5 zu 0,5 sah es weiterhin sehr gut für uns aus. Florian musste sich allerdings mit wenig Zeit und eingeengten Figuren gegen den sich erweiternden Raumvorteil seines Gegners wehren und auch Jan hatte nicht mehr viel auf der Uhr. Dafür hatte Mark irgendwie zwei Bauern gewonnen und die Damen getauscht, sodass ich hier von dem vorentscheidenden Sieg ausging. So ähnlich kam es dann auch. Florian musste leider die Waffen strecken, während Jan denkbar knapp die Zeitnot überstand und sich dann mit seinem Gegenüber auf Remis einigte. Marks Mehrbauern, die inzwischen im Turmendspiel zu Freibauern geworden waren, rollten unaufhaltsam zum Sieg. Als letztes spielte noch Adrian, dessen Stellung sich vor der Zeitkontrolle zu einem Doppelturmendspiel vereinfacht hatte. Ich habe nicht ganz mitbekommen wie, aber aus der sehr ausgeglichen anmutenden Stellung ist auch Adrian mit verbundenen Freibauern hervorgegangen, sodass um etwa halb zwölf das Endergebnis von 6:2 feststand. Ein souveräner Sieg mit 3,5 Punkten von der Ersatzbank und einem gut besuchten Vereinsabend. Was will man mehr?

(Shumon Akram)

Königsspringer III 6 - 2  Langenhorn
 21  Lock,A.       1 : 0  Weithart,M.    2 
 24  Akram,S.      ½ : ½  Schmidtke,P.   3 
 25  Bongartz,F.   0 : 1  Becker-Berta   4 
 28  Lenz,F.       1 : 0  Becker,R.      5 
 34  Kipke,M.      1 : 0  Neumann,U.     7 
 41  Stubbe,W.     1 : 0  Meyer,W.       8 
 61  Kipke,K.      1 : 0  Schoeberl,M.   9 
 62  Summers,J.    ½ : ½  Ghassemzadeh  12

Runde 3, 8.4.2022

Obwohl MF Shumon coronabedingt kurzfristig ausfiel, konnte die starke Mannschaft von Sternschanze nach spannendem Kampf mit 4,5:3,5 besiegt werden.

Königsspringer III 4½-3½  Sternschanze I
 21  Lock,A.       ½ : ½  Ravina,D.      1 
 22  Hanssen,M.    0 : 1  Hubert,C.      2 
 23  Knops,P.      1 : 0  Spät,A.        3 
 24  Akram,S.      - : +  Rühr,W.        5 
 27  Götze,T.      0 : 1  Kyeck,C.       6 
 28  Lenz,F.       1 : 0  Schneider,R.   9 
 34  Kipke,M.      1 : 0  Jakobs,M.     16 
 61  Kipke,K.      1 : 0  Eberle,F.     19

Um externe Inhalte anzuzeigen, musst du Cookies akteptieren. Wozu wir Cookies verwenden

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen